Presse

Chronisches Handekzem

Erkennen, vorbeugen, behandeln
Handekzeme können oft verhindert werden

Bonn, 15.11.18 Bäcker, Friseure, Fliesenleger, Floristen, Zahntechniker, Maschinisten, Metallarbeiter sowie Beschäftigte in Gesundheitsberufen haben eins gemeinsam: ein erhöhtes Risiko für chronische Handekzeme. Denn ihre Hände kommen täglich über längere Zeit mit Wasser, Chemikalien oder allergenen Stoffen in Berührung. Um zu verhindern, dass die Hände unter der Arbeit leiden und irgendwann nicht mehr einsatzfähig sind, gibt es Hautschutzpläne. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe fasst die wichtigsten Maßnahmen zusammen.

Schutzhandschuhe richtig einsetzen

Eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen Hautschäden durch dauerhaft feuchtes Milieu, Chemikalien oder Allergene sind geeignete Schutzhandschuhe. Um zu verhindern, dass die Haut darin schwitzt, sollten diese möglichst mit Baumwolle ausgekleidet sein und höchstens zwei Stunden am Stück getragen werden. Bei Tätigkeiten an rotierenden Werkzeugen sind Handschuhe aus Sicherheitsgründen verboten. Hier kommen stattdessen spezielle Hautschutzmittel zum Einsatz, die auf die Haut aufgetragen werden.

Händewaschen oder Desinfizieren?

Verschmutzte Hände müssen gewaschen werden. Zu viel des Guten kann die Haut jedoch angreifen und ein Handekzem fördern. Die verwendeten Reinigungsmittel sollten daher möglichst mild und dem Verschmutzungsgrad angepasst sein. Gegen Keime ist Desinfizieren besser als Waschen, da die Hautfette, die dabei gelöst werden, auf der Haut verbleiben und nicht abgewaschen werden.

Cremen, cremen, cremen

Wer seine Hände stark belastet, empfindliche Haut hat oder zu Allergien neigt, muss seiner Haut täglich das nötige Rüstzeug mitgeben, um im Alltag zu bestehen. Bei dieser so genannten Basistherapie wird die Haut morgens, abends und gegebenenfalls in den Arbeitspausen mit einer regenerierenden Pflege eingecremt. Dies beugt der Entwicklung von Handekzemen vor, unterstützt die Haut aber auch bei der Abheilung akuter Ekzeme. Studien haben gezeigt, dass eine geeignete medizinische Hautpflege, die sich auch zum Auftragen auf die kranken Hautstellen eignet, die Behandlungsdauer mit kortisonhaltigen Salben verkürzen kann1.

Ein Beispiel für einen allgemeinen Hautschutzplan sowie zahlreiche Hintergrundinformationen enthält die Broschüre „Chronisches Handekzem erkennen, vorbeugen, behandeln“. Diese wurde mit Unterstützung der Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH realisiert und kann kostenfrei postalisch und im Internet angefordert oder heruntergeladen werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-handekzem.de.

Quelle:
1 Rossi et al., Efficacy and Tolerability of a Medical Device Repairing Emollient Cream Associated with a Topical Corticosteroid in Adults with Atopic Dermatitis, Dermatology and Therapy 03/2018, https://doi.org/10.1007/s13555-018-0228-3

Aktuelle Pressemeldung

An jedes Waschbecken eine Handcreme

Handhygiene und Hautschutz miteinander vereinbaren

Bonn, 04.08.20 Die derzeitige Entwicklung der Corona-Pandemie zeigt sehr deutlich, dass die Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Ansteckung weiterhin ernst zu nehmen sind. Dazu gehört neben Abstandhalten und Mund-Nasen-Schutz auch häufiges, gründliches Händewaschen. Für die Haut bleibt das oft nicht ohne Folgen: Sie wird zunehmend trocken, schuppig und rissig. Damit sich kein Handekzem entwickelt, sollte an jedem Waschbecken und auf dem Nachttisch eine Handcreme liegen.

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